Bulgarien, die „Perle des Ostens“ (14.8.-21.8.2012)

Mitte August machte sich eine Hofstätter-Reisegruppe zur eine ganz besonderen Reise auf. Bulgarien, so hieß das in unseren Breiten sicher noch wenig bekannte Reiseziel und los ging es am 14. August, frühmorgens. Über Laibach und Zagreb führte die Route zunächst nach Belgrad, in die geschichtsträchtige Hauptstadt Serbiens. Dort angekommen, bezogen wir im sehr schönen und sehr  zentral gelegenen Hotel Palace unsere Zimmer für die erste Nacht.

Der nächste Tag brachte uns bereits an die bulgarische Grenze, wo Marianne, unsere Reiseleiterin für die kommenden Tage, zugestieg. Mit ihr ging es dann direkt in die Hauptstadt Sofia, die zu den ältesten Städten Europas gehört.  Bei einem Stadtrundgang und einer Stadtrundfahrt haben wir viel Interessantes über die Stadt erfahren und natürlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen. Dazu zählt natürlich allen voran die Alexander-Nevski-Kathedrale, einer der prächtigsten Bauten der Balkanhalbinsel und das Wahrzeichen der bulgarischen Hauptstadt.

Weiter führte die Reise zum berühmten, idyllisch in einem abgeschieden Tal liegenden, Rila Kloster. Das Nationalheiligtum Bulgariens ist der größte Klosterkomplex in Bulgarien und eine der imposantesten sakralen Stätten auf der Balkanhalbinsel. Nach einer beeindruckenden Besichtigung führte die Reiseroute noch ein Stück weiter Richtung Süden, in den berühmten Wintersportort Bansko, wo wir unsere Zimmer im gebuchten Hotel bezogen und im Anschluss ein gutes, landestypisches Essen serviert bekamen.

Am vierten Tag der Reise haben wir vormittags zunächst den touristisch geprägten Höhenkurort Bansko besichtigt. Bansko hat seine Atmosphäre aus der Zeit der bulgarischen Wiedergeburtszeit bewahrt. Zahlreiche Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind heute Architekturdenkmäler. Im Anschluss machten wir uns auf den Weg in die zweitgrößte Stadt Bulgariens, nach Plovdiv. Die sehenswerte Stadt kann auf eine über achttausendjährige Geschichte zurückblicken und hat uns alle sofort begeistert. Die meisten Touristen kommen hierher, weil Plovdiv in der Antike eine große Rolle spielte und man hier sehr gut erhaltene Bauwerke aus dieser Zeit bestaunen kann. Aber auch aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit sind viele Bauwerke erhalten. Auf Grund der rustikalen Bauweise hat die Altstadt einen ganz besonderen Charme. Das Abendessen haben wir dann in einem landestypischen Innenstadtlokal eingenommen.

Gut gefrühstückt ging es am nächsten Tag von Plovdiv zunächst nach Kazanlak, zum berühmten thrakischen Grabmal und anschließend ins „Museum der Rose“. Von Kazanlak führte unsere Reiserute anschließend ins Freilichtmuseum Etare – einem äußerst interessanten, originellen und malerischen Museumsdorf, in dem man Handwerkern bei ihrer Arbeit zuschauen kann. Ob in der Kupferschmiede, in der Holzschnitzerei, der Töpferei oder der Teppichweberei, es wird nach historischer Methode gearbeitet - meist mithilfe der Wasserkraft.

Das Ziel dieses Tages war Veliko Tarnovo, die einstigen Hauptstadt Bulgariens, mit dem beeindruckenden Überresten des Zarenpalastes. Es ist kein Zufall, dass Veliko Tarnovo zur Balkanhauptstadt des Kulturtourismus erklärt wurde und die Auszeichnung „schönste Stadt” Bulgariens als Ergebnis einer alljährlich durchgeführten Medienuntersuchung bereits mehrmals erhielt. Die Stadt ist tatsächlich reich an Geschichte und Sehenswürdigkeiten und schönen Häusern, die amphitheatralisch an den Flussufern stehen. Nach dem Abendessen im eleganten Grand Hotel Yantra erlebten wir noch ein besonders beeindruckendes, audiovisuelles Spektakel: „Klang und Licht” erzählt durch Musik, Lichtspiele und Laser, die auf die Burg projiziert wurden, von der ruhmreichen und tragischen Geschichte Bulgariens.

Am nächsten Morgen stand  das Museumsdorf Arbanassi auf dem Programm. Das archaische Dorf hat prächtigen Architekturdenkmäler aus der Epoche der bulgarischen Wiedergeburt, alte Kirchen und malerische Höfe, bewahrt. Im Anschluss führte uns die Reise nach Belogradchik, einer kleinen Stadt im Nordwesten Bulgariens, die von einem beeindruckenden Felsgebiet mit über 200 Felstürmen aus rotem Konglomeratgestein, umgeben ist.

Nach einer erlebnisreichen und beeindruckenden Bulgarien-Rundreise und bei stets schönem Wetter, ging es von nun an – langsam aber doch – wieder in Richtung Heimat. Vorbei am „Eisernen Tor“, dem berühmten Durchbruchstal an der Donau, erreichten wir zunächst wieder Belgrad. In Zagreb mussten wir uns dann leider (aus gesundheitlichen Gründen) von unserem Top-Busfahrer Harald Schwarzl verabschieden. Die „letzten Kilometer“ chauffierte uns unser Busfahrer Ernst Kampl sicher zurück nach Kärnten.


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