Frühling auf Sizilien

Unter dem Motto „Frühling auf Sizilien“ machten wir uns gemeinsam mit unserem Busfahrer Ernst Kampl am 9. April auf den Weg Richtung Süden.
Durch Friaul und die Po-Ebene, vorbei an Ferrara und Florenz kamen wir schließlich ins Lazium. In Civitavecchia erwartete uns bereits die Fähre nach Sizilien. Nachdem wir unsere Kabinen bezogen hatten, ging es ins Bordrestaurant zum Abendessen.
Das Frühstück nahmen wir auch noch an Bord der Fähre ein. Gegen 8.00 Uhr erreichten wir bei strahlendem Wetter schließlich die sizilianische Hauptstadt Palermo, wo wir bereits von unserem Reiseleiter und einem örtlichen Stadtführer begrüßt wurden. Die Stadtführung war ebenso interessant, wie auch humorvoll. Nachdem wir die Höhepunkte der sizilianisches Hauptstadt besichtigt hatten, ging es mit dem Bus entlang der Küste zum Hotel. Unser Reiseleiter Jochen Meyer, der uns die kommenden Tage begleitete, versorgte uns mit vielen interessanten und spannenden Informationen über die größte Insel im Mittelmeer und hat uns rund um die Uhr bestens betreut.
Am dritten Tag der Reise führte uns Jochen zunächst nach Segesta, wo sich ein historisch sehr interessanter Tempel befindet. Er gilt als der letzte große Tempelbau Siziliens.
Jochen, ein gebürtiger Deutscher, der aber schon seit einigen Jahren mit einer Sizilianerin zusammenlebt und daher mit der Insel bestens vertraut ist, hat uns mittags stets zu urigen Lokalen mit typischer, regionaler Küche geführt. So nahmen wir das Mittagessen an diesem Tag in einem kleinen Fischerdorf ein, wo uns ein herrliches sizilianisches Vorspeisen-Buffet erwartete.
Nachmittag ging es schließlich weiter Richtung Süden, zu prachtvollen Tempelanlagen in Arigento und schließlich zum sehr schönen Hotel und zum schmackhaftem Abendessen.
Leider hatten wir am Montag etwas weniger Glück mit dem Wetter. Es war aber der einzige Tag auf unserer Reise, an dem es regnete und manches eher „Grau in Grau“ erschien. Zunächst kamen wir nach Enna, Italiens höchstgelegener Provinzhauptstadt. Das Castello di Lombardia, eine der bedeutendsten Burgen Siziliens, haben wir uns wegen des schlechten Wetters dann lieber vom Bus aus angesehen. Anschließend ging die Fahrt noch weiter Richtung Osten, nach Piazza Armerina, wo wir die Villa Casale mit ihren berühmten Bodenmosaiken besuchten. Das  Etappenziel des Tages war schließlich Taormina. Die Anfahrt in den Ort war zwar etwas abenteuerlich, eine Serpentinenstraße führte auf die etwa 200m hohe Anhöhe. Aber dafür waren wir alle vom kleinen und sehr lebendigen Städtchen, von dem man einen überwältigenden Ausblick auf das Meer und auf den Ätna hat, sowie und vom Hotel hier sehr angetan. Wie es uns eigentlich überall in Sizilien aufgefallen ist, waren die Leute auch hier sehr freundlich. Da wir hier, in diesem sehr schönen Hotel an der Ostküste der Insel für die restlichen 4 Nächte der Reise blieben, hatten wir zwischendurch immer wieder ausreichend Zeit durch das idyllische Städtchen, das wohl auch eines der wichtigsten Touristenziele Siziliens ist, zu bummeln, ein paar Souvenirs zu kaufen oder in der belebten Fußgängerzone gemütlich einen Espresso zu trinken.
Am nächsten Tag stand ein Ausflug zum etwa 3.323 m hohen Ätna, auf dem Programm. In der Früh war es allerdings noch fraglich, ob wir diesen Höhepunkt der Reise verschieben sollten, denn es war etwas nebelig-trüb. Zum Glück hat sich das aber bald geändert und als wir mit dem Bus auf den beinahe 2000m hohen Parkplatz ankamen, herrschte traumhaftes Wetter. Eine einzigartige und wirklich faszinierende Fern- und Aussicht bot sich nach unten genauso wie auch nach oben: Der Gipfel des höchsten aktiven Vulkan Europas war schneebedeckt. Der Niederschlag vom Vortag hüllte den Ätna auf seinen obersten 1000m in eine weiße Schneedecke.
Für die Rückfahrt  wählte unser Reiseleiter eine andere Strecke, so dass wir noch bei einer relativ jungen Lavazunge vorbeikamen. Es blieb Zeit für eine Pause, um das schwarze Gestein von der Nähe zu begutachten.
Nach einem gemütlichen Nachmittag in unserer „Heimatstadt“ Taormina stand am Mittwoch ein ganztägiger Ausflug nach Syrakus auf dem Programm. Die Besichtigung der archäologischen Ausgrabungszone mit dem beeindruckenden Amphitheater und dem „Ohr des Dionysos“ waren sicherlich ein weiterer Höhepunkten dieser Reise.
Am vorletzten Tag zeigte uns Jochen noch die Zyklopenriviera bevor es dann noch nach Acireale ging. Die Stadt Acireale fällt durch die zahlreich Zitrusbäume auf, die die Gegend hier verzaubern und einen herrlichen Duft verbreiten. Der Bereich um Acireale ist eine der wichtigsten Zitronen und Orangenanbaugebiete Siziliens.
Am letzten Tag unserer Reise hatten wir noch eine tolle Stadtführung in Catania, der zweitgrößten Stadt der Insel, bevor es dann schließlich zum Flughafen ging, wo diese traumhafte Reise nach acht wundervollen Tagen endete. Sizilien ist wahrhaftig eine Reise wert!


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