Traumküste Ligurien

Auf nach Italien – ab in den sonnigen Süden! Unter diesem Motto machten wir uns an diesem verlängertem Wochenende Anfang Juni in zwei Hofstätter Bussen voll reisehungriger Gäste Richtung Ligurien auf den Weg. Scheinbar waren wir nicht die einzigen, die einer langen Kaltwetterphase in Österreich entfliehen wollten. So kam es, dass die Reise mit einem Stau auf der italienischen Autobahn begann. Aber das trübte keinesfalls die Stimmung der Reisegäste in unseren beiden Hofstätter-Reisebussen. Unser Reisebegleiter Gerhard Nagl nutzte die Zeit, um uns ganz besonders interessante Informationen über die Fahrtstrecke zu geben und uns auf unser Reiseziel einzustimmen.

Nach einiger Zeit kam aber wieder alles `ins Laufen´ und ab dann konnte uns nichts mehr aufhalten. Vorbei an Padua und Parma erreichten wir am Abend schließlich unser schönes Hotel in Lavagna an der wunderschönen Riviera die Levante. Empfangen wurden wir im Park des Hotels mit einem Begrüßungsdrink und dazu wurden mediterrane Vorspeisen gereicht. Wir genossen einen herrlich lauen Sommerabend, auf den wir in Österreich schon lange und sehnsüchtig gewartet hatten.

Der nächste Tag führte uns zunächst nach Rapallo. Zwei örtliche Reiseleiterinnen haben uns hier bereits erwartet und uns die sehenswerte Stadt, die zugleich der bedeutendste Badeort an der Riviera di Levante ist, gezeigt. Auch geschichtlich ist Rapallo sehr bedeutend:  am 16. April 1922 wurde hier der Vertrag von Rapallo zwischen Deutschland und Russland geschlossenen, bei dem die Außenminister dieser beiden Länder den Verzicht auf Reparationszahlungen und die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen vereinbarten.

Nach etwas Freizeit ging es dann bei wolkenlosem, tiefblauem Himmel per Schiff weiter in den weltbekannten Nobelort Portofino. Schon bei der Einfahrt in den Hafen passierten wir exklusivste Luxusyachten, dass so manchem der Mund vor staunen offen blieb.

Das malerische Portofino zählt nur knapp über 500 Bürger, gilt jedoch als der berühmteste Treffpunkt für „Reiche und Schöne“ an der Ligurischen Riviera. Bei einem Rundgang erzählte uns die Reiseleiterin viel Interessantes und anschließend blieb auch noch Zeit, in einer der zahlreichen Designer Boutiquen zu shoppen oder einfach beim Erkunden der engen Gassen den Flair Portofinos zu genießen.

Wieder am Schiff fuhren wir schließlich noch nach Santa Margherita Ligure. Die kleine elegante Hafenstadt ist zwar nicht ganz so exklusive wie der Nachbarort Portofino, dafür aber beinahe ebenso sehenswert und ganz besonders stimmungsvoll. Nicht umsonst wurden hier zahlreiche italienische Kinofilme gedreht.

Nach diesem traumhaften Tag ging es schließlich wieder zurück nach Rapallo, wo wir bereits von unseren Busfahrern Harald und Ernst erwartet wurden, um uns zurück ins Hotel zu bringen.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der berühmten “Cinque Terre”, einem etwa 12 km langen Küstenstreifen der Italienischen Riviera, wo sich an der steil abfallenden Küste fünf Dörfer aneinander reihen. Im Jahr 1997 wurden die Cinque Terre zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Im Bus ging es vorbei an Zitrusbäumen, Olivenhainen und Weingärten nach Levanto, auch hier wurden wir wieder von örtlichen Reiseleiterinnen begrüßt, die mit uns per Zug weiter nach Riomaggiore fuhren. Nach einem gemeinsamen Rundgang durch das  östlichste der fünf Dörfer der Cinque Terre ging es dann zu Fuß über den bekannten und wunderschön gelegenen Panorama-Weg „Via dell Amore“ (Liebesweg) ins nächste Dorf – nach Manarola. Nach etwas Freizeit, um das kleine Fischerstädtchen zu erkunden und einen Schluck des regionalen Weins zu verkosten, setzten wir unseren Ausflug per Schiff fort. Bei traumhaftem Wetter ging es schließlich der Küste entlang, vorbei an den hübschen Dörfern Vernazza und Corniglia bis zum nächsten Ziel des heutigen Tages nach Monterosso al Mare. Monterosso ist ein Fischerdorf aus dem Mittelalter und mit über 1500 Einwohnern der größte Ort der Cinque Terre. Ausreichend Zeit blieb hier, die von den Reisegästen auch bestens genutzt wurde: ob zum Schwimmen im Meer, um ein paar Souvenirs zu kaufen oder einfach um sich einen Platz im Schatten zu suchen und das einzigartige Flair der Cinque Terre zu genießen oder dabei die vergangenen Eindrücke Revue passieren zu lassen. Am späten Nachmittag ging es schließlich wieder – zunächst per Zug und dann per Bus zurück ins Hotel, wo bereits ein schmackhaftes Abendessen und ein Abschieds-Drink auf uns warteten.

Am Sonntag hieß es dann leider wieder Abschied von der Küste Liguriens zu nehmen. Mit dem Hofstätter Luxusreisebus ging es zunächst nach Verona. In der „Stadt der Liebe“ machten wir unsere Mittagspause, bevor es zurück nach Kärnten ging. Der Frühling bei uns war lange kühl und verregnet, aber diese Reise an die sonnig-warme Riviera hat das wieder wettgemacht und war für uns ein toller Start in den Sommer!


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