Umbrien - das "Grüne Herz" Italiens
Während in Kärnten der Herbst ins Land gezogen ist und vielerorts Nebelschwaden der Sonne den Weg versperren, sind wir noch einmal dem Sommer nachgereist. Nach Umbrien, dem „grünen Herz“ Italiens.
Am 21. September ging es los - im neuen, bequemen Hofstätter *****+ VIP Class Luxusreisebus. Entlang der Strecke gab es viele äußerst interessante Informationen vom Reiseleiter Gerhard Nagl und ergänzend dazu die eine oder andere humorvolle Geschichte zum Schmunzeln vom Busfahrer Harald Schwarzl. So war schon die Anreise ein wahres Vergnügen und der Weg nach Mittelitalien verging fast wie im Flug.
Vier wunderschöne Tage mit Kultur, tollen Eindrücken, süßen Genüssen und vor allem nahezu ungetrübter Sonnenschein erwarteten uns in Umbrien.
Schon am Tag unserer Anreise stand ein „Geheimtipp“ auf dem Programm. Ein Besuch im Ort Castiglione del Lago, in aussichtsreicher Lage, wunderschön am Trasimeno-See gelegenen. Nach genügend Zeit, die historischen Gassen innerhalb einer mächtigen Stadtmauer zu entdecken ging es schließlich weiter in unser Hotel nach Assisi, nur wenige Schritte von der bekannten Basilika Santa Maria degli Angeli entfernt. Hier wurden wir mit einem köstlichen Abendessen verwöhnt. Anschließend luden die laue Sommernacht und der Vollmond noch zu einem kleinen Spaziergang durch den Ort.
Am nächsten Tag begleitet uns die charmante, italienische Reiseleiterin Gloria. Sie zeigte uns zunächst bei einem Spaziergang die kulturellen Höhepunkte der weltbekannten Stadt Assisi. Anschließend ging es in die Hauptstadt der Region Umbrien, nach Perugia. Die bekannte Universitätsstadt ist voller Leben. Kein Wunder, denn die rund 35.000 Studenten aus aller Welt bringen die Stadt zum pulsieren. Wenn man durch die Straßen und über die Plätze Perugias spaziert, erlebt man Italien pur. Ein ganz besonderes Flair von Leichtigkeit und Lebensfreude liegt über dieser Stadt.
Nach viel Kultur haben wir uns schließlich eine kleine süße Belohnung verdient. Ein Besuch der Schokoladefabrik „Perugina“, in der die bekannten Baci Perugina (Küsse von Perugia) hergestellt werden, stand auf dem Programm. Im kleinen Museum informierten wir uns über die Schokoladeproduktion und bei einer ausgiebigen Verkostung der verschieden süßen Produkte kam niemand zu kurz. Außerdem gab uns die Firma Perugina noch einige ihrer Leckereien mit auf den Weg, sodass wir bis zum Ende der Reise ausreichend mit Schokoladen versorgt waren.
Am dritten Tag der Reise war zunächst die Stadt Todi, die auf einem Hügel hoch über dem Tibertal liegt, unser Ziel. Eine imposante Stadtmauer, kulturhistorisch interessante Kirchen und ein atemberauender Ausblick machten Todi zu einem gelungenen ersten Programmpunkt. Nach Zeit für einen Stadtrundgang und einen Espresso auf der Piazza del Popolo ging es wieder hinab ins Tal und mit dem Bus weiter nach Orvieto. Die gesamte Altstadt von Orvieto ist auf einem Felsplateau aus Tuffgestein errichtet. Am Parkplatz unterhalb der Stadt Orvieto wurden wir bereits wieder von Gloria erwartet. Gemeinsam ging es dann mit einer Standseilbahn hinauf in die 157m höher gelegene Altstadt. Der Besuch der wunderschönen Stadt Orvieto mit ihrem überaus imposanten Dom war bestimmt einer der Höhepunkte unserer Reise. Anlass, den Dom zu bauen, war das Blutwunder im nahe gelegenen Städtchen Bolsena im Jahr 1263, bei dem aus einer Hostie während der Wandlung Blut getropft sein soll. Das oberirdische Orvieto ist absolut sehenswert, so waren sich alle einig! Aber wir wollten auch wissen, wie das unterirdische Orvieto aussieht. Bei einer spannenden Führung konnten wir also auch durch ein Labyrinth von Kellern und Gängen wandern, das im Verlauf von 3000 Jahren in den Fels unter der Stadt gemeißelt wurde.
Nach einer Besichtigung der Stadt Citta di Castello am vierten Tag hieß es schließlich wieder Abschied nehmen vom spätsommerlichen Umbrien. Zurück in der Heimat erwartete uns Regen. Somit mussten wir unsere Jacken, die wir in Umbrien kaum benötigten, wieder aus dem Gepäck holen. In Erinnerung bleiben uns sonnige und erlebnisreiche Tage im „Grünen Herzen“ Italiens.













